HomeAlgarveKehrt Dom Sebastião an die Algarve zurück?

Lagos lädt zum Festival der Entdeckungen ein und lässt Geschichte lebendig werden. Vom 26. April bis zum 5. Mai findet in Lagos an der Algarve das „Festival dos Descobrimentos“, das Festival der Entdeckungen statt. Es lädt die Besucher ein, in das 16. Jahrhundert zurückzukehren, in eine Periode in der der König Dom Sebastião in Lagos an der Algarve verweilte. Noch heute zählt er zu den sagenumwobenen  Gestalten der portugiesischen Geschichte und als Hoffnungsträger nicht nur an der Algarve.

So dreht sich auch beim 7. Festival der Entdeckungen an der Algarve alles um das den Mythos, wie auch um die wichtige Rolle von Lagos zu dieser Zeit in wirtschaftlicher, kultureller wie auch sozialer Hinsicht.

Das Festival findet überwiegend am Praça do Infante / Jardim da Constituição statt. Geboten werden historische Umzüge, die die Geschichte des 16. Königs von Portugal darstellen sollen. Zu sehen sind auch verschiedene Ausstellungen, Vorträge und natürlich ein Markt mit Traditionellem aus dieser Zeit, kulinarischen Spezialitäten, die auch von der örtlichen Gastronomie angeboten werden, um das Festival zu vervollständigen.

Viele Einwohner von Lagos schlüpfen am Festival in die Rollen von Personen dieser Zeit und repräsentieren die Gesellschaftsschichten vom Adel, über den Klerus bis hin zum Bürgertum und dem einfachen Volk, so dass das Festival verspricht, sehr authentisch  zu werden.

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Wer ist Dom Sebastião?

„Dom Sebastião I.“ wird mit Beinamen auch „Der Ersehnte“ genannt. Er stammte aus dem Haus Avis und wurde am 20. Januar 1554 in Lissabon geboren, erbte den Thron bereits mit drei Jahren und trat bereits mit 14 Jahren die Regentschaft an.

Dom Sebastião galt als Träumer und von schwacher Konstitution. Anstatt sich um das grosse, portugiesische Imperium zu kümmern, sah er sich als Nachfolger der Kreuzritter, plante imaginäre Schlachten und hatte die Vision den katholischen Glauben zu verbreiten. Aus diesen Gründen plante er einen Feldzug gegen die Stadt Fez in Marokko um die Araber zum Glauben zu bekehren.

Überlieferung und Legenden

Überliefert ist die berühmte Schlacht bei Alcácer Quibir bei der das 18.000 Mann starke portugiesische Heer im Jahre 1578 im arabischen Teil Marokkos gegen das überlegene Heer des Sultans Abu Marwan Abd al-Malik kämpfte und vernichtend geschlagen wurde.

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Dann beginnen die Legenden, die bis nach Brasilien reichen, denn die Leiche von Dom Sebastião wurde nie gefunden. Dabei spielt ein Labyrinth in das sich der spanische König verirrt ebenso eine Rolle wie der Nebel, der damals bei der Schlacht geherrscht haben soll. Auflösender Nebel soll daher eines Tages die Rückkehr des Königs ankündigen.

Brasilianische Sagen über Dom Sebastião

Am Strand von Lençóis im brasilianischen Bundesstaat Maranhão, erscheint an manchen mondlosen Abenden ein schwarzer Stier mit einem glänzenden Stern auf der Stirn. Wer es schafft den Stier an der Stirn zu verletzen, kann Dom Sebastião von seinem Fluch erlösen und der portugiesische König kann in sein Reich zurückkehren.

Am Strand von Lençóis ist es verboten, Strandgut wie Muscheln oder trockene Algen beispielsweise mitzunehmen, da sie zum Eigentum von Dom Sebastião zählen.

Als Dom Sebastião in der Schlacht fiel, war er mit seinen 24 Jahren unverheiratet und kinderlos, so dass der vormalige Regent, sein Grossonkel Kardinal Heinrich, den Thron übernahm. Nach seinem Tod fiel das geschwächte Portugal an die spanischen Habsburger und die portugiesische Unabhängigkeit endete für 60 Jahre.

Die Legenden und Sagen wurden seither von der Hoffnung genährt dass Dom Sebastião zurückkehrt, sein Volk von der spanischen Herrschaft befreit und Portugal wieder zu einem Imperium macht.

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