HomePflanzen & GartenDie Brennnessel (Urtiga dioica)

Portugal Brennnessel Urtiga dioica

Portugal Brennnessel Urtiga dioica

In Portugal ist die Brennnessel wie so oft, wegen ihrer Brennhaare gefürchtet und nur von wenigen geschätzt.

Fragt man Portugiesen nach der Brennnessel, dann vergewissern sie sich manchmal, ob sie sich nicht verhört haben. Ja, die Pflanze, die man besser nicht berührt, denn sie brennt. Dann aber erinnert man sich, dass der eine oder andere einen Tee für die Durchblutung macht oder Rheumatiker mit dem Schlagen von jungen Zweigen auf betroffene Stellen versuchen, die Symptome zu lindern.

Brennnessel an der Algarve

Nichts desto trotz kommt die Brennnessel ebenso an der Algarve vor, neben der grossen und kleinen Brennnessel auch die Geschwänzte Brennnessel und nur sehr selten die Pillen-Brennnessel. Als Zeigerpflanze weisst sie auf stickstoffreiche Böden hin.

Bis auf die Taubnessel, die als „Urtiga branca“ bezeichnet wird, werden die anderen vorkommenden Brennnesselarten ganz allgemein als „Urtigas“ oder „Ortigas“ bezeichnet.

Verwendung der Brennnessel

Die Brennnessel wurde von den Menschen schon 4.000 v Chr. verwendet. Nicht nur als Heilmittel oder als Nahrungsmittel wurden die brennenden Nesseln genutzt. Zur Herstellung von Stoffen für Kleidungsstücke ebenso wie für die Papierherstellung war sie ein Rohstoff bis in die Anfänge des 20 Jahrhunderts.

Heute wird sie wieder als Heilmittel geschätzt, ebenso wie im biologischen Gartenbau nicht zu vergessen als Nahrungsmittel, denn sie ist reich an Vitaminen und Mineralstoffen.

Brennessel Algarve Urtiga dioica

Brennessel Algarve Urtiga dioica

Brennnessel in der portugiesischen Volksmedizin

Bekannt sind innerliche wie äusserliche Anwendungen der Brennnessel. Innerlich wird ihr Saft und Tee vor allem für die Blutreinigung und Stärkung verwendet.

In Portugal ist Brennnessel-Spiritus weniger bekannt, dafür die Verwendung als Sirup. Hierfür werden 100 g der Pflanze 12 Stunden in Wasser gelegt. Der gefilterte Brennnessel-Absud wird mit 1 Kilo Zucker zwei bis drei Minuten aufgekocht. Nach dem Erkalten sollen 5 EL täglich eingenommen werden. Es soll gut gegen Darmentzündung (Enteritis), Darmtuberkulose aber auch bei Bluthusten und bei verschiedenen Erkrankungen helfen, die mit Blutungen einhergehen.

Äusserlich sind Bäder, Spülungen und Waschungen mit Brennesselabsud bekannt. Sie sollen bei Rheuma und Ischias u. a. helfen. ( Diese Empfehlungen ersetzen keinen Arztbesuch!)


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