HomeAlgarveCastro Marim – Land der vielen Namen

Das kleine Städtchen Castro Marim, nahe an der Grenze zu Spanien, ist über die Algarve hinaus bekannt für sein Mittelalter-Festival. An diesen Tagen ist scheinbar die ganze Ortschaft auf den Beinen und die Burg bricht fast aus allen Nähten. Bunte Zelte stehen überall, Besucher wandern den Burgberg hinauf, fremde Stimme, Musik und Düfte umgeben Aesuri, wie die Gemeinde bei den Römern genannt wurde.

An den belebten Mittelalter-Tagen könnte man meinen, alle Völker, die hier einmal gelebt haben, würden zurückkehren. Der Burghügel wurde vermutlich 5.000 v. Chr. zum ersten Mal von den Phöniziern besiedelt, später von den Römern und Mauren genutzt.

Grund dafür war die Lage von Castro Marim, was übersetzt „Burg am Meer“ bedeutet, denn bei seiner Gründung hatte die Ortschaft eine Verbindung zum Meer und wurde zu einem wichtigen Handelshafen.

Zur Zeit der Römer war in Castro Marim auch der Endpunkt der römischen Handelsstrasse, die von Beja über Mertola hinunter ans Meer führte. Nach der christlichen Rückeroberung im Jahre 1241 wurde die Burg u. a. auch als Hauptquartier des Christusritter-Ordens genutzt und war immer ein wichtiger Grenzpunkt zu Spanien.

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Heute würde man der kleinen Ortschaft Castro Marim, dessen Namen der Gemeindekreis trägt, nicht mehr seine einstige Bedeutung ansehen, wenn sich nicht die Burg und die Befestigungsanlage São Sebastião so markant aus dem Marschland des Guadiana hervorheben würden.

Welche Bedeutung hat der Gemeindekreis heute?

Im Norden und Westen grenzt der Algarve-Kreis an Alcoutim, im Südwesten an Tavira, im Süden und Südosten an Vila Real de Santo António, im Westen an den Grenzfluss zu Spanien sowie im Süden an den Atlantik.  

Zum Kreis gehören die Gemeinden Altura, Azinhal und Odeleite. Castro Marim ist ein ländlich geprägter Kreis.

In der Ebene am Mündungsgebiet des Guadiana ist die Salzgewinnung ein wichtiger Erwerbszweig. Fast 60 % des Gemeindekreises sind Landwirtschaftsflächen, die u. a. zur Produktion von Trockenfrüchten, Oliven und als Weideland für Ziegen und Schafe genutzt werden.

Bekannt war Castro Marim für seine Klöppelspitze und für die Herstellung Fussmatten, von Besen und Pinseln aus Palmblättern, Körben und traditionellem Schuhwerk. Heute ist der Tourismus ein wichtiger Wirtschaftsfaktor.

Castro Marim – Land des Salzes

Salz ist ein wichtiges Element dieses Algarve-Kreises. Seine Bedeutung erkennt man, wenn man auf dem Burgberg steht und über die vielen Salinen blickt. In den Salzbecken, die von einer Kooperative bewirtschaftet werden, wird das Salz noch auf traditionelle Weise gewonnen.

sal castro marim algarve

Heute ist der traditionelle Salzhandel von einst, der zuletzt die Fischkonservenfabriken u. a. belieferte, verschwunden. Nur 6% des Salzes werden für die Ernährung verwendet. Um die traditionelle Salzgewinnung zu erhalten wird heute überwiegend exportiert.

Ein neuer Erwerbszweig könnte die Kultivierung von Queller, Meeresspargel bieten, was aktuell von einem Forschungsprojekt ausgewertet wird.

Was macht den Algarve-Kreis Castro Marim so anziehend?

Mit seiner Ebene nahe dem Meer, seinem hügeligen Hinterland und dem Grenzfluss Guadiana ist der Algarve-Kreis sehr abwechslungsreich und eignet sich zum Wandern oder Biken auf abwechslungsreichem Terrain. An Empfehlungen wie Wanderungen entlang der Salinen im Sapal de Castro Marim, einem Naturschutzgebiet oder einem Panoramaweg von Azinhal aus, entlang dem Guadiana oder nahe dem Stausee Odeleite, mangelt es nicht. Im Sapal kann zudem eine vielfältige Vogelwelt und einmalige Flora beobachtet werden.

Stausee Odeleite

Castro Marim bietet breite Sandstrände von Dünen umgeben mit niedrigen Wellen. Dadurch eignen sich die Strände auch für den Familienurlaub. Beliebt ist vor allem Praia Verde, wie auch Alagoa und Cabeço (Retur). Auch ein Golfplatz ist vorhanden.

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