HomeAlgarveAlgarve – Piratenversteck oder Bedrohung?

Die Ausstellung “Piratas – os ladrões do mar” (“Piraten – die Räuber der Meere“) ist noch bis 10. Januar in der Burg in Silves zu sehen. Zusammengestellt und entworfen wurde die Ausstellung, die verschiedene Szenarien vom Altertum bis heute umfasst, von der Expertin für Unterwasser-Archäologie und Seefahrtsgeschichte Sandra Y. Rodriguez.

Auf einer Zeitreise nimmt der Besucher Kontakt zur Piraterie auf, die ihren Anfang nahm, als die Völker begannen miteinander Handel zu treiben. Eine wichtige Zeitperiode dabei ist die Epoche des Goldes, zwischen dem 15. und 18. Jahrhundert mit den Goldtransporten aus der neuen Welt nach Spanien und Portugal.

Die Reise endet in der Gegenwart und beschreibt das Aufkommen der Piraterie incl. ihrer Gründe, das Leben der Piraten, Schiffe und Ausstattung sowie andere Aspekte.

Praia da Rocha in Portimão

War die Algarve ein Piratenversteck?

Die Lage der Algarve machte sie zu einem Anziehungspunkt für Piraten. So gilt die ehemalige Festung von Cacela Velha im Osten der Algarve, nahe an Spanien, als Piratenstützpunkt. Von dort aus, war es ein leichtes, Schiffe aus dem Mittelmeer abzufangen.

Carvoeiro mit seinem kleinen Dorfstrand, sowie die kleinen Buchten an der Felsenalgarve gelten als Piratenversteck, wo noch so mancher Schatz schlummern könnte.

Obgleich die Algarve den Piraten als Schutz diente, hielt das so manchen Räuber der Meere nicht davon ab, auch die Fischerdörfer und Städte der Algarve zu überfallen. So wurde die Algarve und die Westküste Portugals vor allem von englischen Piraten überfallen.

küste algarve

Piratenabwehr an der Algarve

Die vielen Festungen entlang der Algarve-Küste, wie die Fortaleza de Nossa Senhora da Encarnação auf den Klippen bei Carvoeiro (heute nur noch Überreste), die Burg in Armação de Pera, Ferragudo und die Festung am Praia da Rocha in Portimão dienten somit auch der Abwehr von Piraten.

Auch die kleine Festung “Forte de São Luís de Almádena”, auch bekannt als Forte da “Boca do Rio”, zwischen Burgau und Salema war eine Verteidigungsanlage, die den Schutz der Thunfischfänger vor Piraten galt.

Wissen Sie, was der bekannte Freibeuter Francis Drake mit der Stadt Lagos an der Algarve zu tun hat?

Der englische Pirat Francis Drake überfiel im Jahre 1587 Lagos. Dabei wurde die damalige Hafenburg, wo sich heute die später gebaute Ponta da Bandeira befindet, stark beschädigt. Aufgrund ihrer starken Befestigung schaffte es der Pirat jedoch nicht die Stadt Lagos einzunehmen.

Pirat Francis Drake

Madeira und die Piraten

Auch Madeira wie auch Porto Santo litten unter den unerwarteten und gewalttätigen Überfällen. Die portugiesische Insel soll vor allem von französischen Piraten überfallen worden sein. Dokumentiert ist hier der Überfall des Hugenotten Bertrand de Montluc, der mit elf Schiffen und ca. 1.300 Männern am 3. Oktober 1566 am Praia Formosa landete und Funchal überfiel. Der Überfall der Piraten, der 16 Tage dauerte, kostete 300 Menschen das Leben. Was von den Piraten nicht mitgenommen werden konnte, wurde zerstört.

Azoren und die Piraten

Die Inseln der Azoren waren ein häufiges Ziel von Piraten. Corvo, die kleinste und nördlichste Insel der Azoren galt im 18. Jahrhundert aufgrund seiner isolierten Lage als Piratenversteck. Die Inselbewohner gaben Lebensmittel, Wasser und reparierten so manches Schiff. Im Gegenzug erhielten sie Schutz und ab und zu viel auch etwas vom Piratenschatz ab.

Mehr über die Piraten an der Algaarve gibt es in der Ausstellung in Silves.

Die Ausstellung ist täglich von 9.00 bis 17.30 Uhr zu sehen. Der Eintritt kostet zwischen 1,25 und 2,50 Euro.

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